Raus aus dem Homeoffice, rein nach Franken: Remote-Work Guide für die Region

Der Laptop klappt sich überall auf – aber nicht überall stimmen die Rahmenbedingungen. Wer remote arbeitet und auf der Suche nach einer Region ist, die schnelles Internet, bezahlbare Lebenshaltungskosten und eine unvergleichlich hohe Lebensqualität vereint, sollte Franken auf dem Schirm haben. Die Region zwischen Main und Fichtelgebirge hat für mobile Arbeitskräfte mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Coworking-Spaces: Vom Josephsplatz bis zur Welterbestadt

Die fränkischen Städte haben in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Coworking-Infrastruktur aufgebaut. In Nürnberg hat sich das Space Coworking am Josephsplatz als feste Größe etabliert – zentral gelegen, fünf Minuten von der U-Bahn entfernt und mit einer bunt gemischten Community aus Freelancern, Beratern und Gründern. Wer es etwas repräsentativer mag, findet bei den Design Offices in der Altstadt die passende Umgebung für Kundentermine und konzentriertes Arbeiten.

In Bamberg, Würzburg und Erlangen entstehen ebenfalls immer mehr flexible Arbeitsplätze – vom klassischen Open-Space-Desk bis zum abgeschlossenen Tagesbüro. Gerade Bambergs Altstadt mit ihrem UNESCO-Welterbe-Status bietet dabei eine Arbeitskulisse, die so kaum eine andere Stadt in Deutschland vorweisen kann: den Laptop zwischen Fachwerkhäusern und barocker Architektur aufklappen – das hat durchaus seinen Reiz.

Cafés, Bibliotheken und der Main als Arbeitsplatz

Nicht jeder Tag verlangt nach einem Coworking-Space. Franken bietet reichlich Alternativen für alle, die es lieber etwas informeller mögen. In Würzburg laden die Cafés entlang der Juliuspromenade zum konzentrierten Arbeiten ein, während man in Nürnberg in der Südstadt eine lebendige Szene unabhängiger Kaffeehäuser findet.

Wer es ruhiger mag, ist in den Stadtbibliotheken gut aufgehoben. Die Stadtbibliothek Nürnberg im Luitpoldhaus bietet etwa kostenlose Arbeitsplätze mit WLAN und eine angenehme Atmosphäre. Und bei schönem Wetter? Dann ist der Mainuferweg in Würzburg oder der Wöhrder See in Nürnberg die perfekte Kulisse für eine produktive Mittagspause – oder eine improvisierte Arbeitssession auf der Parkbank, wenn das mobile Netz mitspielt.

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Digitale Sicherheit unterwegs

Wer regelmäßig in Cafés, Bibliotheken oder Coworking-Spaces arbeitet, nutzt dabei fast zwangsläufig öffentliche WLAN-Netzwerke. Gerade wenn sensible Geschäftsdaten, Kundenkommunikation oder Bankzugänge im Spiel sind, sollte die Verbindung abgesichert sein. Wer regelmäßig zwischen Café, Bibliothek und Coworking-Space wechselt, kann vorab ein VPN einrichten – kombiniert mit einer aktivierten Zwei-Faktor-Authentifizierung für Mail- und Cloud-Dienste und dem konsequenten Verzicht auf automatische WLAN-Verbindungen schafft man so ein Sicherheitsniveau, das auch den Anforderungen der meisten Arbeitgeber an mobiles Arbeiten standhält. Gerade in einer Region, in der man gerne zwischen verschiedenen Arbeitsorten wechselt, ist das eine sinnvolle Grundlage.

Lebenshaltungskosten: Frankens stiller Trumpf

Einer der größten Vorteile Frankens gegenüber den üblichen Remote-Work-Hotspots wie München oder Berlin sind die Lebenshaltungskosten. In Nürnberg, der zweitgrößten Stadt Bayerns, liegen die Mieten deutlich unter dem Münchner Niveau – bei einer Lebensqualität, die Nürnberg im Mercer-Ranking zum Verhältnis von Lebensqualität und Lebenshaltungskosten auf Platz 2 weltweit brachte – direkt hinter Ottawa. In Bamberg, Erlangen oder Würzburg sieht es ähnlich aus: bezahlbarer Wohnraum, kurze Wege und eine Infrastruktur, die das tägliche Leben angenehm macht.

Dazu kommt die hervorragende Verkehrsanbindung. Der ICE-Bahnhof in Nürnberg bringt Sie in knapp einer Stunde nach München, in gut zwei Stunden nach Frankfurt. Für die gelegentliche Präsenzpflicht im Hauptbüro ist das mehr als komfortabel.

Work-Life-Balance auf Fränkisch

Was Franken von vielen anderen Regionen unterscheidet, ist die Verbindung von urbanem Angebot und Naturerlebnis auf engstem Raum. In der Mittagspause am Main entlangspazieren, nach Feierabend in der Fränkischen Schweiz klettern oder am Wochenende durch die Weinberge am Steigerwald wandern – all das ist von den fränkischen Städten aus in wenigen Minuten erreichbar. Auch kulturell muss sich die Region nicht verstecken: Die Museen in Nürnberg, das Mozartfest in Würzburg oder die Bamberger Symphoniker bieten ein Programm, das weit über das hinausgeht, was man von einer vermeintlichen Provinzregion erwarten würde.

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Raus aus dem Homeoffice, rein nach Franken: Ein Remote-Work Guide für die Region

Und natürlich gehört zur fränkischen Work-Life-Balance auch die Brotzeit danach: ein Seidla Rauchbier in Bamberg, ein Schäufele in Nürnberg oder ein Schoppen Silvaner in Würzburg. Wer hier lebt und arbeitet, merkt schnell, dass die Region ihren Bewohnern eine Gelassenheit schenkt, die sich positiv auf die Arbeit auswirkt – und auf das, was nach Feierabend kommt.

Fazit

Franken ist kein lauter Digital-Nomad-Hotspot – und genau das macht die Region so attraktiv für Menschen, die dauerhaft remote arbeiten möchten. Die Kombination aus gut ausgebauter Coworking-Infrastruktur, bezahlbaren Mieten, exzellenter Verkehrsanbindung und einer Lebensqualität, die ihresgleichen sucht, macht die fränkischen Städte zu einem der besten Orte in Deutschland für mobiles Arbeiten. Probieren Sie es aus – Franken hat mehr zu bieten als Bratwurst und Lebkuchen.

 

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