Smart-City-Index in Franken: Welche Städte schneiden gut ab?

Jedes Jahr werden im Smart-City-Index die größten deutschen Städte auf den Status Quo im Bereich der Digitalisierung geprüft. Der Branchenverband Bitkom gibt den Index raus und prüft verschiedene Städte in unterschiedlichen Bereichen. Digitalisierung ist nicht nur für Verwaltung und Wirtschaft ein wichtiges Thema, sondern auch für die Bevölkerung selbst.

Wie funktioniert der Smart-City-Index und wie wird er ermittelt?

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) ist ein deutscher Digitalverband und ermittelt jedes Jahr aus 83 deutschen Großstädten die Spitzenreiter im Bereich Digitalisierung. Über 2.200 Unternehmen werden im Verband abgebildet, darunter namhafte IT-Dienstleister, Hard- und Softwarehersteller und viele mehr.

In Franken gehören Nürnberg und Regensburg zu den besten Städten im Bereich Digitalisierung, doch auch ohne Top-Bewertungen wird in vielen Regionen am Fortschritt gearbeitet.

Bewertet werden die Spitzenreiter in fünf Kategorien:

  • Mobilität
  • Energie und Umwelt
  • Verwaltung
  • IT- und Kommunikation
  • Gesellschaft und Bildung

Es wird beispielsweise geprüft, wie fortschrittlich Online-Services für die Bevölkerung sind, ob es Sharing-Dienste zur Nutzung moderner Mobilität gibt und wie weit die Breitband-Infrastruktur ausgebaut ist.

Jede Stadt wird nach 163 Parametern bewertet, die Daten für 2025 wurden während der Monate März und Juni erhoben. Als Quelle dienen die Onlineauftritte der Städte selbst, Ladesäulenkarten, die Bundesnetzagentur, Kraftfahrt-Bundesämter und ihre Angaben sowie das Marktstammdatenregister und viele andere offizielle Quellen.

An der Auswertung nehmen alle deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern teil. Jede Stadt hat vor der Ermittlung die Möglichkeit, eigene Daten und Quellen zur Verfügung zu stellen, wenn diese öffentlich nicht einsehbar sind.

Wozu ist er gut?

Viele Dinge werden heute immer stärker online erledigt und genutzt. So ist der E-Commerce deutlich gewachsen, aber auch in der Freizeit nutzen Menschen das Internet stärker. Ein Beispiel ist die Gamingbranche, die sich immer wieder hervorhebt. Trotz zahlreicher Spielbanken in Bayern und im Großraum Franken werden Automatenspiele wie Book of Ra, aber auch Poker und Sportwetten gerne online genutzt.

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Zwar fließen diese privaten Unterhaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten nicht in den Smart-City-Index ein, sie sind aber für die Menschen vor Ort dennoch von großer Wichtigkeit. Der Wunsch nach Flexibilität und Mobilität ist deutlich angestiegen. Für die Bevölkerung Frankens stellt sich nun die Frage, welche Städte im Smart-City-Index besonders gut abschneiden.

Wie schneidet Bayern im Gesamtdurchschnitt ab?

Bayern überzeugt im Smart-Index mit einem durchschnittlichen Wert von 75,1 Punkten und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr. Der Spitzenreiter aller deutschen Städte ist München, die Landeshauptstadt Bayerns hat es geschafft, Köln, Hamburg und alle anderen relevanten Großstädte zu verdrängen.

Für München ist die Pole Position keine Neuerung, die Stadt konnte bereits im vorherigen Jahr Platz eins für sich beanspruchen. Damit gehört sie zu den Vorzeigestädten Deutschlands, wenn es um Digitalisierung geht.

Mit Nürnberg und Regensburg haben es noch zwei weitere Städte in die Top-20 geschafft, etwas schlechter sieht es für die anderen bayerischen Großstädte aus. Das gesamte Ranking innerhalb Bayerns sieht so aus:

  • Platz 1 für München (unverändert seit 2024)
  • Platz 8 für Nürnberg (um einen Platz verbessert)
  • Platz 12 für Regensburg (um zwei Plätze verbessert)
  • Platz 21 für Augsburg (um acht Plätze verbessert)
  • Platz 28 für Ingolstadt (vier Plätze abgesunken)
  • Platz 57 für Fürth (um drei Plätze verbessert)
  • Platz 64 für Würzburg (zwölf Plätze abgesunken)
  • Platz 75 für Erlangen (neun Plätze abgesunken)

Welche Städte in Franken können überzeugen?

Vor allem Nürnberg kann in Franken begeistern, die Stadt sicherte sich einen soliden Platz acht und landet in der Unterrubrik Verwaltung auf dem ersten Platz noch vor Bochum und Heidelberg. Die schlecht abgeschnittene Stadt Ingolstadt schafft es in der Kategorie Energie und Umwelt immerhin auf Platz eins, hier sicherte sich Regensburg den fünften Platz.

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So schneidet Nürnberg im Smart-City-Index 2025 ab

Nürnberg schneidet auf Platz acht ab mit einer Gesamtwertung von 85.3 im Index. Mit Ausnahme des Bereichs Mobilität gab es in verschiedenen Kategorien einen deutlichen Aufstieg.

Das sind die Punkte im Index:

  • Im Bereich Verwaltung erreicht Nürnberg Platz eins mit einem Index von 97.5.
  • Im Bereich Energie und Umwelt kann Nürnberg zwei Plätze gutmachen und kommt auf Platz 18 mit 76.1 Punkten im Index.
  • Nach oben geht es auch im Bereich IT- und Kommunikation. Nürnberg verbessert sich um 28 Plätze und landet auf Platz 37 mit einem Index von 77.2.
  • Platz 20 gibt es in der Rubrik Mobilität und damit eine Verschlechterung um 14 Plätze, bei einem Index von 82.8.
  • Drei Plätze nach oben geht es im Bereich Gesellschaft und Bildung mit einem Index von 93.0 und Platz sechs.

Nürnberg gehört zu den zehn fortschrittlichsten Städten Deutschlands und ist im Verwaltungsbereich auf Platz eins angesiedelt. 100 von 100 Punkten im Index (bezogen auf die Verwaltung) erreicht die Stadt in den Bereichen:

  • Interne Prozesse
  • Payment
  • Online-Terminvergabe
  • Service-Portal
  • Bevölkerungsanliegen

Es zeigt sich anhand der Gesamtübersicht, dass Nürnberg vor allem im Bereich Mobilität noch Entwicklungspotenzial hat. Mehr Sharing-Möglichkeiten, eine Verbesserung der Ladeinfrastruktur und weniger Verwaltungsaufwand für e-Wallets und innovative Verkehrslösungen könnten im nächsten Jahr mehr Punkte bringen.

Smart-City-Index in Franken: Welche Städte schneiden gut ab?

Regensburg erzielt starke Ergebnisse unter den Top-Tiers

Ein starkes Ergebnis erzielt auch Regensburg mit einem soliden 12. Platz und einem Index von 83.2. In den meisten Bereichen gab es einen Aufstieg, lediglich in den Rubriken Verwaltung sowie IT und Kommunikation ging es bergab.

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Das sind die Punkte im Index:

  • Im Bereich Verwaltung kommt Regensburg auf Platz 21 mit 87.9 Punkten im Index. Verglichen mit dem Vorjahreswert ging es zwei Plätze bergab.
  • Im Bereich Energie und Umwelt sichert sich Regensburg einen soliden 5. Platz mit 81.4 Punkten im Index. Es ging um neun Plätze nach oben.
  • Eine Talfahrt gab es in der Kategorie IT- und Kommunikation, hier ging es um 13 Plätze auf den 24. Platz nach unten. Der Index liegt bei 80.9.
  • Zwei Plätze nach oben ging es im Bereich Mobilität, hier befindet sich Regensburg nun auf einem soliden 22. Platz mit 80.9 Punkten im Index.
  • Weiteren Aufwind gab es im Bereich Gesellschaft und Bildung. Es ging um acht Plätze nach oben, jetzt logiert Regensburg mit 85.1 Indexpunkten auf dem 24. Platz.

Im Bereich Gesellschaft und Bildung darf sich Regensburg über einen Index von 100.0 im Bereich lokaler Handel und Startup-Hubs freuen. Gründer sind in der bayerischen Stadt gern gesehen und die Planungen für die Zukunft sehen Förderungen und Unterstützung vor.